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E-Rechnung

XRechnung Pflicht: Wer muss ab wann und was beachten?

XRechnung wird zur Pflicht — für Behörden, B2B und bald alle. Erfahre die genauen Fristen, Ausnahmen und wie du sofort startest.

Anna Fischer · ·5 Min Lesezeit

Die XRechnung ist bereits Pflicht — zumindest für Rechnungen an den Bund. Doch die Pflicht weitet sich aus: Ab 2027 müssen auch B2B-Rechnungen als E-Rechnung versendet werden. Hier erfährst du, welche Regeln gelten und was du tun musst.

Aktuelle XRechnung-Pflicht: B2G

Bundesebene (seit 27.11.2020)

  • Alle Rechnungen an Bundesbehörden müssen als XRechnung eingereicht werden
  • Übermittlung über den Zentralen Rechnungseingang (ZRE) oder OZG-RE
  • Leitweg-ID ist Pflichtfeld
  • Ausnahme: Rechnungen unter 1.000€ (Direktkauf) können noch als PDF eingereicht werden

Landesebene (variiert)

BundeslandStatusPortal
Baden-WürttembergPflicht seit 2022service-bw.de
BayernPflicht seit 2023ByLeitwegID
BerlinPflicht seit 2022Berlin OZG-RE
BrandenburgPflicht seit 2024Brandenburg ZRE
BremenPflicht seit 2022Bremen eRechnung
HamburgPflicht seit 2022Hamburg ZRE
HessenPflicht seit 2024Hessen eRechnung
NRWPflicht seit 2024NRW Vergabemarktplatz
SachsenIn Einführung
AndereIn UmsetzungJe nach Land

Kommunale Ebene

Viele Kommunen akzeptieren XRechnungen bereits freiwillig. Eine generelle Pflicht besteht auf kommunaler Ebene noch nicht in allen Bundesländern.

Kommende Pflicht: B2B (ab 2027)

Das Wachstumschancengesetz erweitert die E-Rechnungspflicht auf den B2B-Bereich:

Timeline

  • 01.01.2025: Empfangspflicht für alle Unternehmen
  • 01.01.2027: Sendepflicht für Unternehmen > 800.000€ Vorjahresumsatz
  • 01.01.2028: Sendepflicht für alle Unternehmen (inkl. Kleinunternehmer)

Was bedeutet das für dich?

  • Du musst in der Lage sein, XRechnung oder ZUGFeRD zu erstellen
  • Reine PDF-Rechnungen sind im B2B ab 2028 nicht mehr ausreichend
  • Die Formate müssen der EN 16931 entsprechen

Wie erfüllst du die XRechnung-Pflicht?

Option 1: Rechnungssoftware (empfohlen)

Die einfachste Lösung: Nutze eine Software wie Clever Invoice, die XRechnung automatisch erstellt, validiert und versendet.

Option 2: Online-Portale

Für gelegentliche B2G-Rechnungen: Manche Portale bieten Formulare, in denen du Rechnungsdaten eingibst und die XRechnung generiert wird.

Option 3: ERP-Integration

Große Unternehmen integrieren die XRechnung-Erstellung in ihr ERP-System (SAP, Microsoft Dynamics etc.).

Strafen und Konsequenzen

Aktuell gibt es keine direkten Bußgelder für fehlende E-Rechnungen. Aber:

  • Behörden lehnen ab: Nicht-konforme Rechnungen werden zurückgewiesen
  • Vorsteuerabzug gefährdet: Ab 2028 könnten PDF-Rechnungen den Vorsteuerabzug des Empfängers gefährden
  • Betriebsprüfung: Fehlende E-Rechnungs-Fähigkeit kann bei Prüfungen zu Beanstandungen führen

Mit Clever Invoice erstellst du professionelle Rechnungen in wenigen Sekunden — kostenlos starten und sofort loslegen.

Häufige Fragen

Muss ich XRechnung oder ZUGFeRD nutzen?

Für B2G (Behörden): In der Regel **XRechnung**. Für B2B: Beides ist erlaubt, solange es EN 16931 entspricht. ZUGFeRD ist oft praktischer, weil es auch visuell lesbar ist.

Gilt die Pflicht auch für Rechnungen ins Ausland?

Die B2B-E-Rechnungspflicht gilt nur für **inländische** Umsätze zwischen in Deutschland ansässigen Unternehmen.

Was ist mit EDI-Verfahren?

Bestehende EDI-Verfahren dürfen übergangsweise bis Ende 2027 weitergenutzt werden, sofern der Empfänger zustimmt. - [XRechnung: Alles zum Standard →](/xrechnung) - [XRechnung vs. ZUGFeRD →](/blog/xrechnung-vs-zugferd) - [Leitweg-ID: Anleitung →](/blog/xrechnung-leitweg-id)

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