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Grundlagen

Rechnungen schreiben als Freelancer: Der komplette Guide für 2025

Pflichtangaben, Steuern, E-Rechnung: Alles was du als Freelancer über rechtssichere Rechnungen wissen musst - inklusive der neuen E-Rechnungspflicht.

Laura Becker · ·8 Min Lesezeit

Die Freiheit als Freelancer ist groß - doch mit dem ersten Projekt kommt auch die erste administrative Hürde: Die Rechnung. Wer hier Fehler macht, riskiert nicht nur Verzögerungen bei der Zahlung, sondern auch Ärger mit dem Finanzamt.

In diesem Guide erfährst du alles, was du wissen musst, um rechtssichere Rechnungen zu erstellen - von den Pflichtangaben bis zur E-Rechnungspflicht.

1. Die Pflichtangaben: Was muss auf die Rechnung?

Damit das Finanzamt (und dein Kunde) die Rechnung akzeptiert, müssen laut § 14 Abs. 4 UStG folgende Punkte enthalten sein:

  • Vollständiger Name und Anschrift (von dir und deinem Kunden)
  • Steuernummer oder deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.)
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Fortlaufende Rechnungsnummer (einmalig vergeben)
  • Menge und Art der Dienstleistung (was hast du genau gemacht?)
  • Zeitpunkt der Leistung (wann wurde das Projekt abgeschlossen?)
  • Entgelt und Steuerbetrag (aufgeschlüsselt nach Steuersätzen)
  • Zahlungsziel (optional, aber dringend empfohlen)

Tipp: Nutze automatisierte Rechnungsnummern. So verhinderst du Doppelbelegungen, die bei einer Betriebsprüfung zu Problemen führen könnten.

Die vollständige Checkliste findest du in unserem Artikel Pflichtangaben auf Rechnungen. Für die Berechnung der Beträge nutze unseren MwSt-Rechner.

2. Sonderfall: Die Kleinunternehmerregelung

Nutzt du die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG)? Dann darfst du keine Umsatzsteuer ausweisen. Auf deiner Rechnung muss stattdessen ein Hinweis stehen, zum Beispiel:

„Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet."

Mit Clever Invoice wird dieser Hinweis automatisch eingefügt, wenn du die Kleinunternehmerregelung in deinen Einstellungen aktivierst.

3. Die neue E-Rechnungspflicht ab 2025

Achtung: Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Freelancer in Deutschland in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen. Bis 2027/2028 wird auch der Versand für fast alle Pflicht. Eine einfache PDF reicht dann im B2B-Bereich nicht mehr aus.

Was bedeutet das für dich?

  • Jetzt (2025): Du musst E-Rechnungen empfangen und verarbeiten können
  • Ab 2027: Versandpflicht für Unternehmen mit über 800.000 € Umsatz
  • Ab 2028: Versandpflicht für alle - auch für Kleinunternehmer

XRechnung und ZUGFeRD sind die Formate der Zukunft. Mehr dazu erfährst du in unserem Vergleich XRechnung vs. ZUGFeRD.

Vorteil für dich: Mit Tools wie Clever Invoice bist du technisch bereits auf der sicheren Seite, ohne dich in XML-Code einarbeiten zu müssen.

4. Häufige Fehler vermeiden

Diese Fehler sehen wir immer wieder bei Freelancer-Rechnungen:

  • Fehlendes Leistungsdatum: Das Rechnungsdatum allein reicht nicht aus - das Datum der Leistungserbringung ist Pflicht
  • Falscher Steuersatz: Prüfe immer, ob 19 %, 7 % oder eine Steuerbefreiung vorliegt
  • Unleserliche Layouts: Deine Rechnung ist auch deine Visitenkarte. Ein professionelles Design schafft Vertrauen
  • Fehlende Bankdaten: Mach es dem Kunden leicht zu zahlen - IBAN gut sichtbar platzieren

Tipps für schnellere Zahlung findest du in unserem Artikel 5 Tipps für schnellere Zahlung.

5. Word, Excel oder Software?

Viele Freelancer starten mit Word-Vorlagen. Doch mit steigender Kundenzahl wird das manuelle Tippen zur Fehlerquelle und Zeitfresser.

MethodeZeitaufwandFehleranfälligkeitCompliance
Word / ExcelHochSehr hochSchwierig (GoBD!)
Clever InvoiceMinimalSehr niedrigAutomatisch rechtssicher

Mit einer professionellen Rechnungssoftware:

Den richtigen Stundensatz finden

Bevor du deine erste Rechnung schreibst, solltest du deinen Stundensatz kennen. Zu niedrig angesetzt, und du arbeitest unter Wert. Zu hoch, und du bekommst keine Aufträge.

Lerne in unserem Guide, wie du deinen Stundensatz richtig berechnest - mit konkreten Formeln und Beispielen.

Fazit: Zeit sparen für das Wesentliche

Rechnungen zu schreiben gehört zum Freelancer-Alltag, sollte aber nicht deinen Feierabend rauben. Wenn du dich einmal mit den Pflichtangaben vertraut gemacht hast und das richtige Tool nutzt, ist die Buchhaltung in wenigen Minuten erledigt.

Bist du bereit? Erstelle deine erste rechtssichere Rechnung in weniger als 60 Sekunden - kostenlos und ohne Kreditkarte.

Häufige Fragen

Muss ich als Freelancer eine Rechnung schreiben?

Ja, wenn du an andere Unternehmen lieferst (B2B), bist du zur Rechnungsstellung verpflichtet. Bei Privatkunden (B2C) ist eine Rechnung nur auf Verlangen erforderlich.

Brauche ich eine Rechnungssoftware?

Rechtlich nicht, aber praktisch ist sie sehr empfehlenswert. Eine Rechnungssoftware spart Zeit, verhindert Fehler, erstellt E-Rechnungen und archiviert GoBD-konform.

Was muss auf einer Freelancer-Rechnung stehen?

Die Pflichtangaben nach §14 UStG: Name und Anschrift beider Parteien, Steuernummer oder USt-ID, fortlaufende Rechnungsnummer, Datum, Leistungsbeschreibung mit Zeitpunkt, und die Beträge mit Steuerausweis.

Muss ich als Freelancer E-Rechnungen erstellen?

Ab 2025 musst du E-Rechnungen empfangen können. Ab 2028 wird auch der Versand für alle Unternehmen Pflicht - unabhängig von Größe oder Umsatz.

Was ist eine fortlaufende Rechnungsnummer?

Eine Rechnungsnummer muss einmalig und nachvollziehbar sein. Sie muss nicht streng fortlaufend sein (z.B. 001, 002, 003), aber es dürfen keine Lücken oder Doppelbelegungen entstehen.

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